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Medienkonferenz des Finanzdepartements vom 19. Juni 2001

Perspektiven – 3 Jahrzehnte Projekthilfe der Stadt Zürich im In- und Ausland

1999 spült eine Lawine haushohe Schnemassen ins Dorf  Geschinen und reisst eine Häusergruppe mit. Dammbauten kosten bis 3.5 Mio Franken. Finanzschwache Gemeinden sind überfordert. 1999 unterstützte die Stadt Zürich den Lawinenleitdamm von Geschinen mit 70 000 Franken.

Lebensqualität und Sicherheit dank Lawinenschutz

von Helmut Werlen, Gemeindepräsident von Geschinen, Goms

Meine Damen und Herren, ich möchte mich recht herzlich bedanken für die Einladung zu dieser Pressekonferenz, die mir die Gelegenheit gibt, der Stadtverwaltung und der Bevölkerung von Zürich für die grosszügige Spende an unser kleines Dorf persönlich zu danken.

Mit der Unterstützung konnten die Restkosten für die Vergrösserung und Verlängerung des Lawinenleitdammes auf ein tragbares Mass gesenkt werden.

Der Lawinenleitdamm schützt das Dorf Geschinen nun wohl definitiv gegen die Trützilawine, die während der Lawinenperiode von Ende Februar 99 insgesamt 7 mal niedergegangen ist und die neben Schäden an Kulturland und an 5 Gebäuden leider auch den Tod eines unserer Mitbürger verursacht hat.

Dank der raschen und unbürokratischen Unterstützung durch die zuständigen Behörden von Bund und Kanton konnte bereits im Herbst 99 mit der Vergrösserung des bestehenden Dammes begonnen werden. Bis zum Herbst 2000 wurden insgesamt rund 170'000 m3 Material geschüttet, wovon etwa 80'000 m3 aus dem Areal des ehemaligen Militärflugplatzes stammen. Hier wurde als Ersatzmassnahme gleichzeitig ein See mit Teichbiotop im Rohbau geschaffen.

Der Damm weist eine Länge von 330 m auf. Im oberen Teil hat der Damm eine wirksame Höhe von 20 m, bis zur Kantonsstrasse fällt er auf eine Höhe von ca. 4 – 6 m. Die Dammhöhe ergibt sich aus lawinendynamischen Berechnungen und aus der Auswertung vom Februar 99.

Die Kosten des Projektes belaufen sich auf ca. 3,5 Millionen, wovon der Gemeinde Restkosten von 10 % verbleiben.

Dank der Unterstützung von aussen kann sich die Bevölkerung von Geschinen nun auch bei einer aussergewöhnlichen Lawinensituation, wie sie der Winter 99 gebracht hat und im Durchschnitt alle 50 – 70 Jahre wiederkehrt, sicher fühlen. Es bleibt zu hoffen, dass die teilweise bestimmt auch auf das Ereignis vom Februar 99 zurückzuführende Abwanderung gestoppt werden kann.

Neben dem Gefühl von Sicherheit, das der neue Damm vermittelt, hat er auch ganz praktische Auswirkungen. Das als Bauland ausgeschiedene und sicher eingestufte Gebiet im Osten des Dorfes wurde im Februar 99 teilweise unter den Schneemassen begraben. Heute kann dieses Gebiet ohne Bedenken überbaut werden. Bleibt zu hoffen, dass sich durch diese grosse Investition in die Zukunft unseres Dorfes und in die neue Sicherheit auch bauwillige zukünftige Einwohner finden werden.

Ich möchte es nicht unterlassen, zum Abschluss allen die Grüsse und den Dank der ganzen Bevölkerung von Geschinen zu überbringen. Mit dieser grosszügigen Unterstützung kann für unser kleines Dorf wieder ein Stück Lebensqualität und Sicherheit für die Zukunft bewahrt werden. Danke.


Geschinen in der Spätsommersonne: Sicherheit dank dem neuen Lawinenleitdamm








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