Nach rund 75 Jahren ist eine bauliche und betriebliche Erneuerung der Schulanlage Milchbuck dringend nötig. Gebäude und Betrieb werden umweltfreundlicher und stärker auf heutige Bedürfnisse abgestimmt. Der Stadtrat hat für die Instandsetzung 42,5 Millionen Franken bewilligt.
Die solide gebaute, denkmalgeschützte Schulanlage Milchbuck in Zürich-Unterstrass weist altersbedingt massive bauliche Schäden auf. Auch der Energieverbrauch, die Erschliessung der Räume für Behinderte und der Brandschutz entsprechen nicht mehr den heutigen Vorschriften. Die gesamte Haustechnik (Elektro, Sanitär, Wärmeerzeugung und -verteilung sowie Lüftung) ist veraltet. Die 26 Klassenzimmer werden von der Primar-, der Mittel- und der Oberstufe belegt. Die Räume genügen den Ansprüchen eines zeitgemässen Schulbetriebs mit Gruppenunterricht und klassenübergreifenden Projekten nicht mehr. Ausserdem sind sie für die heutigen Klassengrössen von rund 25 Kindern zu klein. Der schlossartige Bau im neoklassizistischen Stil auf dem Sattel zwischen Käferberg und Zürichberg wurde von Albert Froelich zwischen 1928 und 1930 gebaut. Er bildet zusammen mit der ebenfalls von Froehlich geplanten angrenzenden Wohnkolonie Birkenhof ein einzigartiges Ensemble.
Umweltfreundliche Instandsetzung
Die Primarschülerinnen und -schüler werden während der Bauzeit in Provisorien unterrichtet, die Mittel- und Oberstufenklassen ab Beginn des Schuljahres 2007/08 auf andere Schulhäuser verteilt. Die Unterhaltsmassnahmen an den beiden Turnhallengebäuden werden während der Schulferien ausgeführt. Die Bauarbeiten im und am leeren Schulhaus sollen Mitte Oktober 2007 beginnen, damit der Klassentrakt im August 2009 wieder bezogen werden kann. Das Gebäude erfüllt nach der Instandsetzung die Anforderungen des Minergiestandards für Umbauten. Die Ölheizung wird durch eine umweltfreundliche Holzpelletheizung (Pellet: engl. Bällchen aus gepresstem Material) ersetzt und die Lüftungsanlagen werden mit Wärmerückgewinnung ausgerüstet. Für die Instandsetzung hat der Stadtrat gebundene Ausgaben von 42 Millionen Franken sowie einen Objektkredit von 500 000 Franken für die behindertengerechte Erschliessung bewilligt.