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Zum dritten Mal in Folge hat das Jahresergebnis des Stadtspitals Waid massiv verringert werden können. Das strukturell bedingte Defizit sank 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Millionen Franken auf 33,4 Millionen. Das erfreuliche Resultat ist zum einen auf eine strikte Kostenkontrolle und zum anderen auf die massiv höheren Patientenzahlen im stationären und im ambulanten Bereich zurückzuführen, die Mehrerträge von gut 3,1 Millionen Franken einbrachten. Insgesamt beträgt der Betriebsertrag 81,2 Millionen Franken. Der Betriebsaufwand stieg trotz der Mehrleistungen lediglich um 723'600 Franken auf 114,6 Millionen Franken an, wobei vor allem die teuerungsbedingten Anpassungen der Mitarbeiterlöhne zu Buche schlugen. Die 8’649 stationär versorgten Patientinnen und Patienten bedeuten eine neue Rekordmarke in der nunmehr 54-jährigen Geschichte des Stadtspitals Waid. Insgesamt wurden 665 Patientinnen und Patienten stationär mehr behandelt als im Vorjahr, was einer Steigerung von 8,4 Prozent entspricht. Einen starken Anstieg verzeichnete auch die nach einem Umbau vor einem Jahr in Betrieb genommene neue Notfallstation. Die Anzahl der behandelten Notfälle stieg von 13'604 auf 14'326. Im Gesamtspital sank die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 12,1 Tagen auf 11,4 Tage. Die geleisteten 96'354 Pflegetage bedeuten einen Zuwachs um 2,7 Prozent. Schliesslich ist auch die Anzahl der zusatzversicherten Patientinnen und Patienten angestiegen, und zwar von 1’532 auf 1'675. Gesamtsanierung bald beendet Im Stadtspital Waid wurden in den letzten fünfzehn Jahren rund 290 Millionen Franken in die Erneuerung der baulichen Infrastruktur investiert. Sämtliche Bettenhäuser und Behandlungstrakte sind total saniert worden, was sich nun positiv auf die Patientenzahlen auszuwirken scheint. Aktuell wird noch am Eingangsbereich und an einer neuen Cafeteria gearbeitet, die im Juni eröffnet werden soll. Am 1. September 2007 wird das total sanierte Spital an einem Tag der Offenen Tür der Bevölkerung vorgestellt. Bald behoben werden dürfte die nach wie vor unbefriedigende Parkplatzsituation. Noch im Herbst wird voraussichtlich mit dem Bau einer Tiefgarage begonnen. Der Gemeinderat hatte den entsprechenden Kredit letztes Jahr bewilligt. |
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