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Hochbaudepartement der Stadt Zürich |
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28. November 2005: Nachhaltigkeit im Härtetest der Praxis |
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Hochbaudepartement der Stadt Zürich startet Partnerschaft mit ETH - BereichStadträtin Kathrin Martelli hat heute bei der Abschlussveranstaltung zum Legislaturziel des Hochbaudepartements bekannt gegeben, dass sie der Nachhaltigkeit beim Planen und Bauen auch künftig viel Gewicht geben wird. Wissenschaft und Praxis sollen enger zusammen arbeiten. Um gemeinsam praxistaugliche Lösungen zu finden, hat das Hochbaudepartement mit dem renommierten ETH-Netzwerk Novatlantis einen starken Partner gewinnen können.
Wirtschaftliche, soziale und ökologische Nachhaltigkeit: Dieses Legislaturziel hatte Kathrin Martelli ihrem Departement für die Legislatur 2002 bis 2006 auf die Fahnen geschrieben und an diesem Ziel wurde in den letzten Jahren intensiv und erfolgreich gearbeitet. Stadt- und Quartierplanung, Liegenschaftenbewirtschaftung und das Bauen werden auf die ganzheitlichen Anforderungen der Nachhaltigkeit getrimmt.
«Aber beim Thema Nachhaltigkeit geht es um mehr als den Umweltschutz oder das Energiesparen», ist Kathrin Martelli überzeugt. "Nachhaltig ist eine Entwicklung erst, wenn sie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sichert, das menschliche Wohlbefinden und die soziale Gerechtigkeit stärkt und zur Sicherstellung der natürlichen Lebensgrundlagen für Mensch, Tier und Pflanzen beiträgt."
Dieser ganzheitliche, interdisziplinäre Ansatz der Nachhaltigkeit macht Partnerschaften unabdingbar. Darum intensiviert das Hochbaudepartement nun die Zusammenarbeit mit Novatlantis. Dieses Netzwerk ist eine Initiative der ETH; es wurde 1998 aufgebaut und will die neuesten Erkenntnisse und Resultate aus der Forschung für eine nachhaltige Entwicklung von Ballungsräumen umsetzen. Gemeinsam mit Wissenschaftlern verschiedener Richtungen – und in Zusammenarbeit mit Behörden und Unternehmen – werden konkrete Projekte realisiert. Novatlantis folgt dabei der Vision einer «2000-Watt-Gesellschaft». In der Schweiz beträgt der jährliche Pro-Kopf-Energieverbrauch 5000 Watt im Jahr; langfristig soll er auf den globalen Durchschnitt von 2000 Watt gesenkt werden.
Die Zusammenarbeit mit Novatlantis wird vor allem auf Projektebene stattfinden. Angestrebt werden spürbare Resultate in den Bereichen Bau, Immobilienbewirtschaftung, Stadtplanung, Energieversor-gung, Mobilität oder Tourismus. Die Stadt Zürich sieht sich dabei auch als Praxislabor für die Nachhaltigkeits-Forschung und will neue Erkenntnisse gewinnen, die sich umsetzen lassen. Kathrin Martelli hat in ihrem Referat deutlich gemacht, dass die Prinzipien der Nachhaltigkeit bereits bei der Stadtplanung eine zentrale Rolle spielen: "Zürich hat andere Parameter als eine Kleinstadt oder Landgemeinde. In einer Stadt sind eine grössere Dichte, umweltgerechte Mobilität und koordinierte Planungsprozesse Grundlage einer nachhaltigen Stadtplanung."
Beim nachhaltigen Bauen leistet das Programm für umwelt- und energiegerechtes Bauen einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Zielsetzungen des Masterplans «Energie» der Stadt Zürich, mit dem der Verbrauch fossiler Brennstoffe in städtischen Immobilien bis zum Jahr 2010 um 15 Prozent gesenkt werden soll. Zur Vermeidung von Schadstoffen in Innenräumen wurden neue Planungsmethoden für Bauvorhaben und die Bewirtschaftung entwickelt und umgesetzt. Die Materialeffizienz wird durch den konsequenten Einsatz von Recyclingbeton verbessert. Um eine gesunde und ressourcenschonende Bauweise bei öffentlichen und privaten Bauten zu fördern, wurde das Gebäudelabel «eco-bau» in Kooperation mit weitern Partnern entwickelt und an städtischen Bauten erprobt. 2006 wird auf dieser Grundlage MINERGIE-ECO als drittes Produkt dieses in der Schweiz erfolgreichsten Baustandards lanciert.
Bei der Planung von Bauten treten künftig auch die zu erwartenden Betriebs- und Unterhaltskosten vermehrt in den Vordergrund. Kathrin Martelli: «Die Lebenszykluskosten beschäftigen uns immer stärker. Wir wollen weiterhin investieren, aber kontrolliert und strategisch durchdacht. Wenn wir heute ein Schulhaus bauen, müssen wir es ja auch pflegen und in ein paar Jahrzehnten sanieren – diese Kosten berücksichtigen wir bereits bei der Planung.» Fachleute des Hochbaudepartements haben ein entsprechendes Nachhaltigkeitsrating für Schulhäuser oder Verwaltungsgebäude entwickelt, das Umwelt-, Wirtschafts- und Gesellschaftskriterien bewertet und Handlungsbedarf transparent macht.
Kathrin Martelli: «Der Weg zu mehr Nachhaltigkeit ist lang. Doch nur wer die richtigen Schritte tut, kommt dem Ziel näher. Machen wir uns auf zur nächsten Etappe.»
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www.nachhaltigesbauen.stzh.ch |
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Hochbaudepartement der Stadt Zürich |
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