|
|
|
|
|
Gesundheits- und Umweltdepartement |
|
|
|
11. März 2005: Fahrtauglichkeit im Alter |
|
|
|
| | | | | | | | | | | | | | |
|
Das alle ein bis zwei Jahre stattfindende Treffen der Memory-Kliniken aus Deutschland, Oesterreich und der Schweiz findet dieses Jahr in Zürich (Stadtspital Waid) statt. Schwerpunktsthema der Veranstaltung ist die Fahrtauglichkeit im Alter.
Am Samstagmorgen findet zu diesem Thema ein wissenschaftliches Symposium statt, zu dem auch Hausärzte und Hausärztinnen sowie weitere Fachpersonen eingeladen worden sind. Referieren werden der Neuropsychologe Prof. Dr. L. Jäncke, Universität Zürich, der Rechts- und Verkehrsmediziner Dr. R. Seeger, Zürich, sowie der Verkehrsdeliktspezialist Staatsanwalt Dr. J. Boll, Zürich. Anschliessend diskutieren Demenzspezialisten aus dem ganzen deutschsprachigen Raum in einer Podiumsrunde über Fragen betreffend der Fahrtauglichkeit im Alter.
In den Medien wird immer wieder über spektakuläre Unfälle älterer Automobilistinnen und Automobilisten berichtet. Hintergrund dieser Medienberichte ist oft die Annahme, dass Altern zwangsläufig und unausweichlich mit Abbauprozessen verbunden sei. Im Rahmen der Tagung werden neuere wissenschaftliche Ansätze vorgestellt, die davon ausgehen, dass die Defizite beim Autofahren meist mit Krankheit, insbesondere Demenz verbunden sind.
Das Symposium will diese wissenschaftlich relevanten Fragen anwendungsnahe diskutieren. Neben der Frage, ob ältere Automobilistinnen und Automobilisten tatsächlich gefährlicher fahren als jüngere, wird auch die Frage diskutiert, wie der ältere Mensch mit seiner Angst umgeht, im Strassenverkehr zu versagen. Es werden ebenfalls die unterschiedlichen Gesetzesbestimmungen der drei Länder verglichen, und es wird diskutiert, ob ein obligatorischer Test alle zwei Jahre, wie er in der Schweiz verlangt wird, tatsächlich sinnvoll ist. Sind Hausärzte überhaupt unbefangen, wenn sie ihre langjährigen Patienten bezüglich Fahrtauglichkeit untersuchen? Sind amtlich verfügte Fahrtauglichkeitstests im Fahrsimulator vorzunehmen, oder gibt es auch andere aussagekräftige Testverfahren? Sollen ältere Menschen überhaupt getestet und nicht eher im Gespräch dazu gebracht werden, ihren Fahrausweis freiwillig abzugeben? Schliesslich interessiert auch die Frage, wie Ärzte, die Fahrtauglichkeitstests vornehmen, rechtlich geschützt sind, wenn doch ein Unfall passieren sollte.
Am Nachmittag findet eine öffentliche Veranstaltung zum selben Thema statt mit allgemein verständlichen Kurzreferaten von Staatsanwalt Dr. J. Boll, Hausarzt Dr. Th. Häsli, Fahrinstruktor P. Pauli und Verkehrsmediziner Dr. R. Seeger, ebenfalls gefolgt von einer Podiumsdiskussion.
|
|
|
|
|
|
Gesundheits- und Umweltdepartement der Stadt Zürich |
|
|
|
| | |
|
|
|
|
|