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Mitteilung vom 15. August 2002

Hohe Akzeptanz für Tempo 30. Erste neue Markierung angebracht

Eine Umfrage bei Zürichs Wohnbevölkerung zeigt, dass die Tempo-30-Regeln insgesamt gut akzeptiert sind. Nun setzt Zürich die seit März geltenden Markierungsnormen des Bundes um. In der Zurlindenstrasse ist seit heute die erste neue Markierung zu sehen.

Eine im Juli 2002 durchgeführte Befragung bei 150 Personen in drei Tempo-30-Zonen hat gezeigt, dass 91 % der Befragten den Sinn der Tempo-30-Zonen erkennen. Bei 90 % ist eine hohe Akzeptanz von Tempo 30 festzustellen. Dabei gibt es kaum Unterschiede zwischen Verkehrsteilnehmenden und Anwohnenden. 

Die Untersuchung zeigt aber auch, das Unklarheiten bestehen. Je rund 10% der Befragten wissen nicht, wie man einen Kreisel korrekt überfährt oder glauben, dass Fussgänger in Tempo-30-Zonen Vortritt hätten. Für 13 % der Anwohnenden und 18 % der Verkehrsteilnehmenden sind die Tempo-30-Regeln nach wie vor unklar. Dies bestätigt die Wichtigkeit der Kommunikation. „Bereits bei der Planung der Tempo-30-Zonen legten die beteiligten Verwaltungsabteilungen grossen Wert auf den Einbezug der betroffenen Quartierbevölkerung: Die intensive Kommunikation auf verschiedenen Ebenen hat viel dazu beigetragen, dass Tempo 30 heute in Zürich weitestgehend akzeptiert ist“, betonte Stadträtin Esther Maurer an einer gemeinsamen Medienkonferenz von Polizeidepartement und Tiefbau- und Entsorgungsdepartement.

In der Einführungsphase von Tempo 30 gab es noch keine schweizweit gültigen Markie­rungsvorschriften. Die Stadt Zürich entwickelte deshalb in eigener Initiative solche Markierungen. Seit dem 19. März dieses Jahres existieren Weisungen des Bundes, was dazu führt, dass einige der bisher in Zürich verwendeten Markierungen bis zum Jahr 2005 zu ersetzen sind. Dies geschieht einerseits im Rahmen der laufenden Nachbesserungen zur Optimierung der Wirkung von Tempo 30, andererseits tragen Witterung, Autopneus und Streusalz dazu bei, dass die per 2005 nicht mehr erlaubten Markierungen verschwinden. Vom Bund erlaubt sind vier besondere Markierungen auf dem Strassenbelag, nämlich Hinweis auf Kinder, Anzeige der Höchstgeschwindigkeit, Hinweis auf den gesetzlichen Rechtsvortritt sowie weisse Dreiecke und Schachbrettmuster zur Kennzeichnung von vertikalen Versätzen. An der Medienorientierung wurde heute Morgen in der Zurlindenstrasse (Wiedikon) die erste neue Markierung angebraucht, eine Anzeige der Höchstgeschwindigkeit 30.

Tempo 30 hat das Unfallgeschehen deutlich verändert. Generell hat die Schwere der Unfälle in den Tempo-30-Zonen abgenommen. Die Gesamtzahl der polizeilich registrierten Unfälle ist – im Vergleich zur Zeit vor Tempo 30 – leicht gesunken. Die Sachschäden nah­men nur unwesentlich ab, auffälliger ist die Abnahme bei den Unfällen mit Körperverletzungen: Waren vor Einführung von Tempo 30 vermehrt schwerverletzte Verkehrsteilnehmende zu beklagen, überwiegt heute die Anzahl der Leichtverletzten. Insbesondere ist seit Einführung von Tempo 30 die Zahl der unfallbeteiligten FussgängerInnen, Kinder und Jugendlichen zurückgegangen.

Tempo 30 ist nach den Worten von Stadtrat Martin Waser ein hervorragendes Beispiel für die Mobilitätsstrategie der Stadt Zürich. Der knappe Raum in Quartierstrassen biete dank Tempo 30 ein Nebeneinander verschiedener Nutzungen. Dazu brauche es die Eigenver­antwortung aller, Vorsicht und Rücksichtnahme. "Mit anderen Worten: die Fortbewegung braucht Kultur. Kultur verstanden als anspruchsvolle menschliche Leistung", sagte Waser an der Medienkonferenz. Der Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements sprach sich mit Nachdruck für die attraktive Gestaltung von Strassenräumen aus.

 

 Tempo 30

 Stadtrat Martin Waser

 Tiefbau- und Entsorgungsdepartement

 Stadträtin Ester Maurer

 Polizeidepartement

 

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